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08.10.2015

Auf den Hund gekommen

Therapie mit Tieren in der Gettorfer Seniorenwohnanlage Am Park

Der Therapienutzen vom kontrolliertem Kontakt mit Tieren ist wissenschaftlich belegt, findet in Deutschland regen Anklang, doch wird sie in der Regel von den Krankenkassen nicht bezahlt. Besonders beliebte Tiere für verschiedene Therapieformen sind Pferde, Delphine und Hunde. Letztere sind fester Bestandteil in der Gettorfer Seniorenanalage.

Teresa Nogueira mit Therapiehund Ayla

Täglich ist die Ergotherapeutin mit ihrer Hündin Ayla im Einsatz, an vier Tagen kommen zudem ehrenamtliche Teams mit Besuchs-und Streichelhunde zu den Bewohnern. Die Ergotherapeutin baut die Fähigkeiten des Hundes in ihre Arbeit mit den Seniorinnen und Senioren ein, der Hund hat eine Mittlerfunktion. „Ich hatte schon immer den Wunsch, in meiner Arbeit als Ergotherapeutin einen Hund miteinzusetzen“, so die 46jährige Teresa Nogueira, Leiterin der sozialen Betreuung. Allgemeine Ziele der tiergestützten Therapie sind

  • die körperlichen, kognitiven und emotionalen Funktionen wiederherzustellen und zu erhalten 
  • die Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Durchführung von Aktivitäten und Handlungen zu fördern 
  • das Einbezogenseins in die jeweiligen Lebenssituation zu fördern und 
  • das subjektive Wohlbefinden zu verbessern. 

„Von allen Tieren eigenen sich Hunde besonders gut für die Therapie, da sie sehr stark auf Menschen zugehen, kontaktfreudig sind, mit Menschen kommunizieren wollen, den Menschen zum Spielen und Körperkontakt geradezu auffordern und sehr anpassungsfähig sind“. Gerade bei ängstlichen, verschlossenen, gehörlosen oder mit Sprachstörungen belasteten Menschen kann die nonverbale Kommunikation mit Tieren therapeutische Wirkung haben. Die Menschen erleben durch das Tier eine Stimmungsänderung, eine Steigerung der Motivation und werden ermuntert, mit der Umwelt in Kontakt und Kommunikation zu treten. Es erfolgt durch die Therapie mit Tieren nachweislich eine Antriebsteigerung, eine Verminderung von Schmerzen, Blutdrucknormalisierung und eine deutliche Verbesserung des eigenen Körpergefühls.

Ayla im Einsatz

Ayla bei der "Arbeit"
von links: Martha Hesping, Teresa Nogueira, Hündin Ayla, Elisabeth Kollwitz

Tiere in der Ausbildung 
Bei allen Hunden wird im Vorfeld das Wesen geprüft, deshalb sind alle Hunde sehr stabil und haben eine hohe Frustrationstoleranz, Grundgehorsam gehört auch dazu. Sie haben in der einjährigen Ausbildung gelernt, mit verschiedenen Gerüchen, Geräuschen aber auch mit grobem Anfassen oder gegen den Strich kraulen(Fell ziehen), hohen Stimmen und anderen Dingen umzugehen, die ein Hund normalerweise nicht toleriert. Der Therapiehund zeichnet sich durch Wesenstärke und eine unerschütterliche Gelassenheit aus. Die Einsatzgebiete sind in der Physiotherapie, in der Behindertenhilfe, in der Altenpflege, in Schulen, bei traumatisierten oder psychisch erkrankten Menschen und vielen anderen unterschiedlichen Krankheitsformen.

Bei Rückfragen: 
Gettorfer Seniorenwohnanlage am Park gGmbH
Hainweg 14
24214 Gettorf

Teresa Nogueira 
Telefon: 04346/415-106
E-Mail: teresa.nogueira(at)bruecke.org

Die Gettorfer Seniorenwohnanlage Am Park bietet pflegebedürftigen Menschen ein Zuhause. Die gemeinnützige GmbH ist eine gemeinsame Einrichtung der Gemeinde Gettorf und der Brücke Rendsburg-Eckernförde e.V.. Die Brücke mit ihren 900 Beschäftigten übernimmt seit 1984 Aufgaben der Sozial- und Gesundheitsfürsorge im Kreis Rendsburg-Eckernförde.